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Was kann TCM?

Einleitung

Wie im täglichem Leben so gibt es auch in der Medizin immer wieder Modeströmungen: Hier pendelt die allgemeine Meinung zwischen Verteufelung der Komplementärmedizin und der konventionellen Westlichen Medizin. Das Pendel scheint gerade an einem Wendepunkt angelangt zu sein: Während in den letzten Jahren die komplementärmedizinischen Methoden über den grünen Klee gelobt, die Westliche Medizin hingegen als „symptomatische Reparaturmedizin“ kritisiert wurde, werden jetzt mehr und mehr kritische Stimmen gegen die Komplementärmedizin laut: Uneinheitlichkeit, Fehldiagnosen, Traumdeuterei, Scharlatanerie, ja sogar Lebensgefahr lauten die negativen Kommentare.

Gilt dies auch für die Traditionelle Chinesische Medizin? Ja, und nein.

  • Ja, insbesondere dann, wenn TCM von Laien oder Halblaien praktiziert wird. Die medizinischen Fachjournale und populärmedizinische Zeitschriften berichten – ebenso wie die Tagespresse – genüsslich über Zwischenfälle bei der Akupunktur – z.B. Pneumothorax und Herzbeuteltamponade – und ebenso redundant über Leber- und Nierenschädigung durch chinesische Arzneidrogen. Wobei all diese Dinge tatsächlich passiert sind.
  • Nein, weil TCM keine „Medizin aus dem Bauch“ ist, sondern eine Medizin mit System, festen Regeln, einer eindeutigen Diagnostik mit zwingender therapeutischer Konsequenz.

TCM ist erlernbar, aber sie muss eben gut gelehrt und beinhart studiert werden. In China kann man Westliche oder Traditionelle Chinesische Medizin auf ganz unterschiedlichem Niveau studieren, auch an der Universität: jedes der beiden Studien dauert fünf Jahre – auch das der TCM.

Traditionelle Chinesische Medizin ist immerhin laut WHO die meistpraktizierte Form der Medizin, gefolgt von diversen Arzneimitteltherapien (z.B. Ayurveda) und erst an dritter Stelle kommt Westliche Medizin.

Was ist Traditionelle Chinesische Medizin?

Vergleichen wir Traditionelle Chinesische und Westliche Medizin:

 

Beide sind konzise Medizinsysteme, d.h. beide verfügen über

  • Physiologie
  • Pathologie
  • Diagnostik
  • Therapie

Aber TCM hat um einen Punkt mehr als die Westliche Medizin: Sie basiert auf einem philosophischen Hintergrund, welcher nicht nur für die Medizin, sondern für alle Bereiche des menschlichen Lebens gilt.

 

In der Traditionellen Chinesischen Medizin benützt der Arzt zur Diagnostik seine Sinnesorgane und zur Therapie eine der diversen Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin:

  • Akupunktur
  • Arzneimitteltherapie
  • Massage und manuelle Manipulation
  • Diätetik
  • Mentale und Physische Übungen
  • etc.

Welche Methode der Arzt benützt, das hängt einerseits vom Krankheitsbild ab, anderseits aber auch davon, in welcher der Methoden der Arzt ausgebildet und spezialisiert ist. Und letztlich natürlich auch von den praktischen Gegebenheiten: ob Arzneimittel erhältlich sind oder nicht, ob es dem Patienten möglich ist, regelmäßig zur Akupunkturbehandlung zu kommen etc.

Drei Philosophische Konzepte

Die Basis der TCM liegt in der Philosophie. Diese Philosophie ist keineswegs rein theoretisch abgehoben, sondern sie basiert auf Naturbeobachtung und ist äußerst praxisorientiert. Im Laufe langjähriger Entwicklungen kristallisierten sich drei medizinphilosophische Hauptströmungen heraus, welche miteinander verknüpft sind :

1. Yin-Yang-Philosophie

2. Lebensenergie Qi und Drei Schätze

3. Fünf Elemente

Diese philosophischen Konzepte und eine fremdartige Physiologie sind zugleich die Schwäche und die Stärke der Chinesischen Medizin: Schwäche, weil ein konventioneller westlicher Mediziner jemanden, der beispielsweise bei einem Chronique Fatigue Syndrom von Qi-Mangel, oder bei einem Magengeschwür von „Leber attackiert Magen“ spricht, für geistesgestört hält. Mit der chinesischen Philosophie hätte die Akupunktur beispielsweise niemals 1986 die Anerkennung durch den obersten Sanitätsrat erreicht. Hier waren harte Fakten nach den Kriterien der modernen Wissenschaft ausschlaggebend.

Stärke, weil Krankheit ja nicht ein isoliertes Phänomen ist, sondern ein transientes Geschehen, welches uns im Lauf des Lebens eben hin und wieder widerfährt. Wir sind nicht nur „das Ulcus von Zimmer sieben“, sondern wir sind Herr oder Frau Mayer, Müller, Pschistatschek mit Magenbeschwerden, die uns in der normalen Lebensführung stören. Unsere Balance, unsere – um einen modernen Ausdruck zu gebrauchen „Wellness“ ist beeinträchtigt und wir wollen unser normales Leben wieder haben und uns wohl fühlen. Und genau das ist es, was die Philosophie der Chinesischen Medizin impliziert: Es gibt einen Normzustand – Gesundheit. Krankheit ist gleich Abweichung von der Norm. Ziel der Chinesische Medizin ist die Wiederherstellung dieses Normzustandes, ausgedrückt in philosophischen Termini – yin / yang, qi - Lebensenergie, 5 Elemente, oder anders gesagt Balance, ungehinderter Energiestrom und Harmonie innen und außen.

Ad 1: Yin / Yang Zwei Aspekte von Energie und Materie

Es ist wichtig, sich bewußt zu machen, dass Yin und Yang nur zwei verschiedene Aspekte aller Lebensbereiche und Vorgänge sind, dass sie Energie und Materie symbolisieren, wobei das eine ohne das andere undenkbar ist. Die Rolle von Yin ist dabei die materielle Basis, die Rolle von Yang ist die Funktion. Beispiel Licht: Licht ist Wellenbewegung - der funktionelle Yang-Aspekt. Aber es muss etwas Materielles schwingen - Atome, Elektronen - das ist der materielle Yin-Aspekt. Yang bewegt Yin, wärmt Yin und wandelt Yin um. Auf unsere westliche Gedankenwelt übertragen - Beispiel Auto: Das Auto selbst ist Materie - Yin. Ohne die Substanz Benzin - Yin - fährt das Auto nicht. Aber die materielle Substanz Benzin - Yin - muss durch die Zündung - Hitze, Funken, Yang - in treibende Energie - Yang-Aktivität - umgewandelt werden.

Yin und Yang sind auch Gegensätze – wobei die Betonung auf auch liegt: Sonnen- und Schattenseite eines Berges, Tag und Nacht, Flut und Ebbe, Hitze und Kälte, Aktivität und Ruhe. Aber man darf niemals vergessen, dass jeder Begriff bereits den Keim des Gegenteils in sich trägt: Nacht wird zu Tag, Ebbe zu Flut, Frösteln endet in Fieber, hektische Aktivität in totaler Erschöpfung und aus dem Schlaf der Erschöpfung gewinnen wir neue Kräfte für neue Aktivitäten. Yin und Yang gehen also in einander über – nicht nur in der Medizin: Liebe kann zu Haß werden und umgekehrt, glückliche Lebensphasen gleiten über in dunkle Perioden und umgekehrt: wenn die Wogen des Lebens uns ganz nach unten gedrückt haben, die nächste Welle hebt uns wieder aus unserer depressiven Stimmung.

Ad 2: Qi Energie und drei Schätze

Für das Wort "Qi"气 gibt es viele Übersetzungen: Es heißt u.a. Gas, Luft, Atem, Wetter, Manier, Gebaren, Moral, Geist, ärgern, zürnen, jemanden in Rage bringen, tyrannisieren, und - für die Medizin - physiologische Aktivität, funktionelle Vitalität des Organismus.

 

In der Akupunktur meinen wir damit meist die Lebenskraft, das Agens, das aus toter Materie lebende macht, was uns bewegen und unsere inneren Organe funktionieren l溥t. Der Begriff qi umfaßt aber auch die materielle Basis der Energie, also auch der Begriff Qi impliziert das Dualitätsprinzip von Yin - Materie und Yang - Energie: Auch Qi besteht immer aus einer materiellen (yin) und einer funktionellen (yang) Komponente.

 

Das alte Schriftzeichen für Qi 氣 macht das deutlich: Es besteht aus 2 Pictogrammen:

 米

 气  

Qì, gekürztes Schriftzeichen

Qì altes Schriftzeichen

Pictogramm für Dampf

Pictogramm für Reis = Essen

Energie = Action / Luft + Substanz

 

Und so finden wir qi 气 in drei möglichen Erscheinungsformen, als "3 Schätze":

·      jing 精  Essenz - die materiellste Ausprägung von Qi - umfaßt zwei Komponenten:

Ø      Angeborenes jing - Essenz = ererbte materielle Basis - man könnte sagen die materielle Basis der Konstitution. Diese angeborene Essenz siedelt die Traditionelle Chinesische Medizin in der Niere an. Wir haben nur eine begrenzte Menge von unseren Eltern mitbekommen und ist diese Menge erschöpft, dann ist unser Leben zu Ende. Zahlreiche - v.a. taoistische Techniken - zielen darauf ab, jing zu bewahren und optimal zu nützen, um das Leben zu verlängern - z.B. diverse Qigong-Arten, aber auch Techniken, Geschlechtsverkehr ohne Samenverlust zu betreiben, denn Sperma ist jing.

Ø      Erworbenes jing - Essenz = was wir uns im Lauf des Lebens an materieller Basis durch Atmen, Essen und Trinken aneignen

·      qi 气  Vitalenergie

·      shen 神  Geist, ein Transformationsprodukt aus Qi.

 

So lange wir wach sind geht die Transformationskette von jing über qi zu shen - also Materie - Energie - Geist. Im Schlaf transformieren wir zurück - shen wird zu qi und qi wird wieder zu jing. Deshalb nehmen wir ab, wenn wir wenig und zu, wenn wir viel schlafen.

 

Eine zentrale Rolle bei diesem Transformationsprozess wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin der Milz zugeschrieben: Die Milz fungiert als eine Art "Raffinerie" - sie filtert aus der vom Magen vorbereiteten "Suppe" das Brauchbare heraus und sorgt dafür, dass aus dem "Input" Essen qi 气  Energie wird - ein noch etwas unreiner Anteil dient der Abwehr - wei qi = Abwehr-Qi = Immunsystem, der ganz reine Anteil hingegen versorgt alle Bereiche unseres Körpers mit Wärme und Aktivität. Mit Hilfe des Herzens erfolgt die Transformation zu Blut.

 

Natürlich - heute wissen wir es besser: Es ist keineswegs das Organ Milz, welches all diese wunderbaren Aufgaben erfüllt. Aber wenn wir in der Chinesischen Medizin von "Milz" sprechen, dann meinen wir damit nicht diese 100 oder 200 Gramm dunkelroter Substanz unter unserem linken Rippenbogen, sondern das Verdauungssystem inklusive zahlreicher biochemischer Prozesse.



[1] Das Neue Chinesisch Deutsche Wörterbuch S.636f

[2] In der VR China wurden in den letzten 50 Jahren mehrere Vereinfachungen der Zeichenschrift durchgeführt, welche das Lesen und Schreiben zwar erleichtern, aber so manchem Pictogramm den Sinn nehmen

Ad 3: Die Fünf-Elemente-Lehre

Die Fünf-Elemente-Lehre ist indischen Ursprungs und kam mit dem Buddhismus nach China. Die fünf Elemente sind fünf Dinge, die einerseits aus einander entstehen, anderseits dadurch einander konsumieren, sind das Kernstück. Der Name "5 Elemente" ist nicht ganz richtig, denn eigentlich sind es 5 Wandlungsphasen (wû xíng 五 行 ) gleichsam eines Urdinges, das einmal als

Holz, dann als Feuer, dann als Erde/ Asche, dann als Metall und schließlich als Wasser imponiert.

Phänomene um und in uns entsprechen diesen fünf Elementen - beispielsweise bioklimatische Faktoren, Farben, Geschmäcker ebenso wie innere Organe, Zonen an der Körperoberfläche (imponieren als Meridiane) und Emotionen. Phänomene, welche einem Element entsprechen, sind dessen "Entsprechungen".

Gesundheit und Krankheit aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Gesund ist der Mensch...

Krank ist der Mensch...

Wenn yin und yang im Gleichgewicht sind

wenn zu viel yin - Materie - vorhanden ist, dann wird yang - die Funktion gebremst; wenn yang - Funktion und Aktion - überwiegen, dann wird Materie - yin - konsumiert

Wenn Qi - Lebensenergie - ausreichend vorhanden ist und ungehindert fließen kann

wenn Qi nicht ungehindert fließen kann oder zu wenig vorhanden ist, dann kommt es zum Qi-Stau und damit zu Schmerzen

wenn die fünf Elemente und ihre Entsprechungen innerhalb und außerhalb des Körpers in Harmonie sind

Dysharmonien zwischen den Elementen führen zu gefährlichen Dysbalancen. Beispiel: Die Emotion Zorn / Aggression dominiert - der Mensch wird sich entweder durch cholerisches Verhalten sehr beliebt machen, oder er schluckt´s hinunter und entwickelt Krankheitssymptome - von Nackenverspannung bis Magengeschwür, alles ist möglich

Alle Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin zielen darauf ab, diese Störungen zu beseitigen, bzw. im Idealfall das Gleichgewicht zu erhalten.

DER UNTERSCHIED ZWISCHEN MODERNER WESTLICHER UND TRADITIONELLER CHINESISCHER MEDIZIN

Chinesische Medizin beruht auf klassischen Werken, deren erstes - der Klassiker der Inneren Medizin des gelben Kaisers (Huang Di Nei Jing 黄 帝 内 经 ), etwa im 4.Jh.v.Chr.schriftlich niedergelegt wurde. Das Wissen aber - so sagt man - stammt aus dem 4. vorchristlichen Jahrtausend. Naturgemäß beruhen Diagnostik und Therapie auf den zeitgemäßen Möglichkeiten - daher ist es sinnlos, beispielsweise nach einer Behandlung der Hypercholesteriämie zu suchen! Derartige Labor- oder auch Röntgenbefunde gibt es natürlich nicht in jener Zeit! Der Arzt richtet sich nicht nach Befunden, sondern nach dem Befinden des Patienten!

Und damit sind wir bei einer großen Ungerechtigkeit unserer Westlichen Medizin gegenüber: Die TCM sucht keineswegs - im Gegensatz zu unserer "bösen, symptomatischen Reparatur- und Apparatemedizin" nach der Letztursache in unserem Sinn! Die TCM ist eine rein symptom­orientierte Medizin. Aber sie zeichnet - im Gegensatz zur westlichen Medizin - ein genaues Bild des Patienten MIT seiner Krankheit und nicht - wie die westliche Medizin - ein vom Patienten isoliertes Krankheitsbild, obwohl - oder gerade WEIL - die TCM die Letztursache weder kennt noch an ihr interessiert ist. Gerade DASS die TCM die aktuelle Symptomatik als "Syndrom" so genau beschreibt, legitimiert sie als ganzheitliche Methode - TROTZ und WEGEN ihrer rein symptomatischen Basis: Weil für die TCM das subjektive Empfinden des Patienten ein ganz entscheidendes Kriterium ist.

Als Beispiel sei Kaptchuk zitiert, der beschreibt, wie in einem chinesischem Krankenhaus sechs Patienten mit röntgenologisch und endoskopisch verifiziertem Ulcus ventriculi von TCM-Ärzten als sechs ganz unterschiedliche Krankheiten eingestuft und daher auch ganz unterschiedlich behandelt wurden:


Westliche Diagnose

TCM-Diagnose

1. Ulcus ventriculi

1. feuchte Hitze befällt die  Milz

2. Ulcus ventriculi

2. Mangelndes Yin beeinträchtigt den Magen

3. Ulcus ventriculi

3. Yang-Mangel beeinträchtigt den Magen

4. Ulcus ventriculi

4. Kalte Feuchtigkeit greift den Magen an

5. Ulcus ventriculi

5. Disharmonie der Milz wirkt auf die Leber

6. Ulcus ventriculi

6. Gestautes Blut im Magen

Therapie: 6 mal gleich

Therapie: 6 mal verschieden

 

Fassen wir also zusammen:

MODERNE WESTLICHE MEDIZIN

TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN

Analytisch bis zur Aufspaltung von Atomen. Sucht immer nach der Letztursache, findet sie oft - Bakterien, Viren - , aber nicht immer - Beispiel: Aids, Krebs.

Empirisch-synthetisch: rein symptom­orientiert. Die Letztursache wird nicht einmal hinterfragt.

Diagnostik und Therapie orientieren sich an Befunden. Beispiel: Blutdruck, Bakteriologie, Gastroskopischer Befund etc.

Diagnostik und Therapie orientieren sich am Befinden des Patienten, an aktuellen, mit den Sinnesorganen wahrnehmbaren Symptomen.

Insofern nicht ganzheitlich, als die Krankheit isoliert vom Patienten betrachtet und behandelt wird.

Insofern ganzheitlich, als sie vor allem das aktuelle subjektive Empfinden des Patienten berücksichtigt.

 

Ist Traditionelle Chinesische Medizin die bessere Medizin?

Nein. Zumindest nicht immer. Beide Arten Medizin haben ihre Berechtigung - man muss nur wissen, welche man wann und wo und wie einsetzt.

Moderne Westliche Medizin

Traditionelle Chinesische Medizin

Besser geeignet für schwere, lebensbedrohliche Erkrankungen, wie Herzinfarkt, schwere Infektionskrankheiten, Leukämie.

Besser geeignet für Leiden, denen die westliche Medizin recht machtlos gegenübersteht, wie Beschwerden bei Wetterwechsel, Kopfschmerzen, psychosomatische Erkrankungen, allgemeine Befindlichkeitsstörungen, aber auch PCP!

 

Wo setzt man Traditionelle Chinesische Medizin ein?

Im Allgemeinem kommen Patienten dann zur TCM-Behandlung, wenn die Westliche Medizin nicht mehr weiter weiß oder abgelehnt wird (meist wegen schlechter Vorerfahrungen). Die verschiedenen Sparten der TCM kommen bei unterschiedlichen Erkrankungen zum Einsatz: Die folgende Liste zeigt eine kleine Auswahl an Diagnosen und geeigneten TCM-Methoden:

Kopfschmerz

Akupunktur

Bewegungsapparat

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong, Massage

PCP

Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong

Lähmung

Akupunktur, Taiji, Qigong, Massage

Schlaganfall

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong, Massage

Neuralgie

Akupunktur

Allergie

Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Infektanfälligkeit

Akupunktur, Laser (Kinder), Arzneimitteltherapie

Gastritis

Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Senium

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong, Massage

Lernschwierigkeiten

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong

Legasthenie

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong

Asthma

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong

Neuralgie

Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Sinusitis chronica

Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Burnout

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong

Conjunctivitis sicca

Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Tinnitus

Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Schwindel

Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Hypertonie / Hypotonie

Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Taiji, Qigong

Tumor

adjuvant (Nebenwirkungen) und aufbauend: Akupunktur, Arzneimitteltherapie

Zusammenfassung und Schluss

Da die Traditionelle Chinesische Medizin äußerst effiziente Behandlungsmethoden beinhaltet, darf man im Westen einfach nicht darauf verzichten. Es sei noch einmal betont, dass TCM kein Allheilmittel ist, dass sie aber insbesondere dort, wo die Westliche Medizin ansteht, erstaunliche Erfolge aufzuweisen hat. Die Nachfrage nach Methoden, welche dem Menschen erlauben, nicht nur seine Krankheit, sondern sich selbst, in seiner Ganzheit zu präsentieren und therapeutische Wege zu finden, steigt.

 

Ob die TCM im Westen volle Anerkennung erfahren wird, hängt von verschiedenen Umständen ab:

  • Auswertung der vielfältigen Möglichkeiten der TCM - TCM ist mehr als nur Akupunktur
  • Wer eine TCM-Methode betreibt, sollte über weitere Möglichkeiten der TCM zumindest Bescheid wissen
  • Klarstellung: TCM ist keine esoterische Geheimwissenschaft, sondern ein beinhartes System, welches durch spezifische Diagnostik zwingend zur korrekten Therapie leitet
  • Die Gefahren der TCM dürfen nicht unterschätzt werden! TCM-Arzneien sind keine harmlosen Zuckerln, sondern hochwirksame, manchmal sogar hochgiftige Substanzen; und eine schlechte Akupunktur ohne ausreichend anatomische Kenntnisse kann ebenso zum Tod führen wie eine falsche Blutkonserve.
  • Optimale Ausbildung. Wesentlich ist eine solide Basis, sowohl in Westlicher Medizin, als auch in TCM-Diagnostik und Therapie.
  • Die Österreichische Ärztekammer hat dieser Forderung Rechnung getragen und am 15. September 2004 die Schaffung eine ÖÄK-Diploms Komplementäre Medizin Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie beschlossen. Die ersten Diplome sind bereits
  • Was wir brauchen, das ist nicht ein neuer Weg des Heilens, sondern eine Besinnung auf Bestehendes und Integration in unser Denken und System

 

 

 

 

Referat: 28.04.05, Bad Waltersdorf, Hotel Steigenberger

Abstract 1 Seite,